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Kunstraum Alexander BürkleSol LeWitt

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Sol LeWitt

 

Die Mittel, die Sol LeWitt im Rahmen seiner seriellen künstlerischen Methode einsetzt, sind im wahrsten Sinne minimal: Er beschränkt sich bei seinen skelettartigen Arbeiten auf offene, weiße Kubusformen, die zunächst aus Holz und ab Mitte der 1960er Jahre aus Metall in seinem Auftrag gefertigt wurden. Weder auf die Würfelform noch auf die Spezifität des Materials kommt es aber letztlich an, sondern die serielle Anordnung jener Formen steht im Mittelpunkt des Interesses von LeWitts reduktionistischem Werk. Ordnungen, die auf mathematischen Berechnungen beruhen, so daß jedes Werk einer vorab festgelegten Gesetzmäßigkeit und keiner subjektiven-emotionalen Entscheidung folgt. Idee oder Konzept erhalten damit im Entstehungsprozess der Arbeiten eine entscheidende Bedeutung: „Wenn ein Künstler eine konzeptuelle Form von Kunst benutzt, heißt das, daß alle Pläne und Entscheidungen im Voraus erledigt werden und die Ausführung eine rein mechanische Angelegenheit ist.“ (Sol LeWitt) Der erste Schritt ist damit die Setzung einer Regel, eines Systems, aus dem die serielle Programmatik erwächst.

Im Vergleich zu seinen durchaus monumental wirkenden wall drawings, die zu einer fast vollständigen Entmaterialisierung des Objekts, das heißt zur bloßen Darstellung des Konzepts führen, beginnt LeWitt Anfang der 1990er Jahre eine Werkserie auf Papier, die neben dem Einsatz geometrischer Grundformen – der horizontalen Linie – durch unregelmäßige, fließend ornamentale Rasterstrukturen auf der Fläche gekennzeichnet sind.

 

1928 in Hartford (USA) geboren. Er starb 2007 in New York (USA).