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Kunstraum Alexander BürkleJoseph Marioni

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Joseph Marioni

Joseph Marioni treibt eine für seine Malerei grundlegende Frage nach der Wahrnehmung und Wahrnehmbarkeit von Farbe im Bild an und den daraus resultierenden Schwierigkeiten, dieses Erlebnis sprachlich überhaupt zu fassen. Insofern ist gerade für die Annäherung an Marionis Malerei das unmittelbare Erleben seiner Bilder von essentieller Bedeutung. Zunächst wird bei einer Betrachtung das Bild als physisches Objekt im Vordergrund stehen, da wir erkennen können, wie die Schichten von Acrylfarbe vertikal so auf der Leinwand verlaufen, daß sich an der unteren Bildkante charakteristische Farbnasen gebildet haben. Ergebnisse eines unvorhersehbaren und doch bewußt initiierten Bildentstehungsprozesses, bei dem Marioni die mit Farbe getränkte Rolle über die Leinwand streicht, um dann die Farbe ihrem eigenen Verlauf zu überlassen. Dabei fließen die Schichten übereinander her, um schließlich zu einem gesteigerten Ton zusammen zu kommen. Als leuchtende Farbhäute zeichnen sie sich durch unterschiedliche Dichten aus, wobei genau diese verschiedenen Grade an Transparenz dem Betrachter erlauben, von der Oberfläche tief in das Bild hineinzuschauen. So verwundert es auch nicht weiter, daß nur im Akt der unmittelbaren Betrachtung eine solche (persönliche) Erfahrung der bildlichen Präsenz von Farbe möglich wird. Marioni geht es weder darum, den physischen Akt des Malens zu dokumentieren, noch sich Phänomenen der Monochromie zu widmen. Tatsächlich konzentriert sich diese Malerei auf die konkret anschauliche Dimension von Farbe. Damit ist das Bild bei Marioni nicht nur einfach ein Ort der Malerei, sondern der Ort des Farbempfindens.

1943 in Cincinnati (Ohio/USA) geboren. Er lebt und arbeitet in New York (USA).