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Kunstraum Alexander BürkleDie Sammlung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Die Sammlung

Zu den Möglichkeiten eines Bildes

«… denn Sammeln heißt nicht anhäufen, sondern auswählen.»
— Martin Bodmer

Die Pflege und der Ausbau der Sammlung der Ege Kunst- und Kulturstiftung steht im Mittelpunkt der Museumsarbeit im Kunstraum Alexander Bürkle. Bereits seit den 1990er Jahren steht das Bild als solches im Zentrum des Sammlungskonzepts, das Malerei, Plastik und Zeichnung genauso wie Fotografie und Video berücksichtigt. Dabei geht es generell um die Frage, was ein Bild für Möglichkeiten hat, wenn es nicht mehr ausschließlich die Aufgabe hat, Wirklichkeit darzustellen.

Bildrechte für unten abgebildete Werke:
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017 für die abgebildeten Werke von C. André, S. LeWitt, K. Hinsberg, A. Schiess, R. Long
© Judd Foundation / VG Bild-Kunst , Bonn 2017 für die abgebildeten Werke von D. Judd
© Estate of Dan Flavin / VG Bild-Kunst , Bonn 2017 für die abgebildeten Werke von D. Flavin

 

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Als Ausgangspunkt für diese Auseinandersetzung diente zunächst die Konzentration auf abstrakte, monochrome Malerei. Das sogenannte Radical Painting, einer Beginn der 1980er Jahre einsetzenden transatlantischen Malerei-Bewegung, die die Aussagefähigkeit des Mediums analysierte ist das Herzstück der Sammlung. Namhafte Positionen, wie Marcia Hafif, Joseph Marioni, Phil Sims oder Günter Umberg sind mit bedeutenden Arbeiten vertreten. Zusammen mit zahlreichen Werken von Peter Tollens, Dieter Villinger, Marc Angeli, Martina Klein, Stephan Baumkötter, Winston Roeth und Rudolf de Crignis bietet die Sammlung einen repräsentativen und qualitätsvollen Überblick zur Farbmalerei bis in die Gegenwart.

Das Gesamtbild der Sammlung wurde in den letzten Jahren durch Ankäufe im Bereich der Minimal Art, wie z.B. von Donald Judd, Dan Flavin, Sol LeWitt oder Fred Sandback weiter geschärft. Ihre bereits in den 1960er Jahren formulierte Idee des autonomen Werks dient, jenseits ihrer historischen abgeschlossenen Dimension, künstlerischen Positionen der Gegenwart als konzeptuelle Referenz. Damals neu gedachte Parameter Material, Raum und Farbe sowie das Verhältnis von Materialität und Visualität werden von der jüngsten in der Sammlung vertretenen Künstlergeneration, zu der beispielsweise Reto Boller, Lori Hersberger, Katrin Herzner, Freya Richter oder Nikola Ukic gehören, aufgegriffen und weiter gedacht. Schließlich wurde in jüngster Zeit durch Ankäufe in den Bereichen Fotografie und Video begonnen, die letzte wichtige Lücke zu schließen. Positionen wie Jörg Sasse oder Dieter Kiessling stehen exemplarisch dafür, wie die Sammlung sich dem Bild ansich verschrieben hat – egal ob es gemalt, gezeichnet, errichtet, fotografiert oder gefilmt wurde.

 


Die Künstler (Auswahl)