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Kunstraum Alexander BürkleAusstellung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Raumwechsel 6

2. Juli 2006 – 1. Oktober 2006

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für Ben Hübsch bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Mit Katrin Herzner (*1979), Ben Hübsch (*1963), Freya Richter (*1975), Achim Sakic (*1965) und Isabel Zuber (*1962) wurden im Rahmen des 6. Raumwechsels im Kunstraum Alexander Bürkle künstlerische Positionen aus der Sammlung Rosskopf gezeigt, die in Freiburg leben und arbeiten.

Sowohl Katrin Herzner als auch Freya Richter haben an der Außenstelle Freiburg der Akademie Karlsruhe bei Günter Umberg studiert und zeigten erstmals ihre Arbeiten im Kunstraum Alexander Bürkle.

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Katrin Herzner visualisierte anhand eines aus vorgefundenen Materialien selbstgebauten Webstuhls einen Arbeitsprozess, auf den auch der Werktitel „Eine Decke machen“ verweist. Vom Auffädeln der Wolle, deren Einfärbung bis hin zum Webvorgang, wurde die künstlerische Arbeit als konkrete Handlung sichtbar, die in der Ausstellungssituation fortgeführt wurde, wenn die Künstlerin vor Ort weiterarbeitete. Freya Richter präsentierte im Kunstraum Alexander Bürkle ihre Arbeit „Raummalerei“ (2004). Die Installation mit aus teilweise farbigen Latten, Leisten und Keilen gebauten Holzkonstruktionen folgte einer intensiven Auseinandersetzung mit der Architektur des Ausstellungsraums. Im unmittelbaren Bezug zu dem Ort entstand eine Arbeit, die materielle, räumliche und bisweilen statische Grenzen immer wieder neu auszuloten vermag. Ben Hübsch zeigte neben den bereits in der Sammlung vorhandenen Gemälden auch neuere Arbeiten. Auch bei diesen Bildern bleibt das Ornament seine „Organisationsgrundlage“. Aus ihm heraus entwickelt der Künstler farbenvolle Muster-Grund-Strukturen, die bewusst Momente der Irritation, der Orientierungslosigkeit und des Suchens in der Wahrnehmung des Betrachters hervorzurufen wissen. Achim Sakics’ Bleistiftzeichnungen zeigen Bilder und zwar im wahrsten Sinne. Der Motivfundus umfasst Alltägliches, wie Pflanzen, Töpfe und Gläser, aber auch Gemälde von Künstlerkollegen oder amorphe, abstrakte Formen tauchen immer wieder auf. Diese Motive werden zur Schau gestellt: Nicht nur indem die Dinge auf äußerst realistische Weise auf das Papier gezeichnet werden, sondern sie werden in Vitrinen oder auf Sockeln dem Betrachter im Bild präsentiert.

Isabel Zuber, die vor allem für ihre zum Teil sehr großformatigen Zeichnungen überregional bekannt ist, präsentierte eine eigens für den Kunstraum Alexander Bürkle erarbeitete Installation aus Steinen. Die eigene begrenzte Körperlichkeit wird für den Betrachter in der unmittelbaren Erfahrung dieses Feldes, das den Boden fast völlig bedeckt, spürbar. So lässt diese Arbeit Raum sichtbar werden, sowie sie ihn gleichzeitig verdrängt.

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für Ben Hübsch bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014