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Kunstraum Alexander BürkleAusstellung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Raumwechsel 3

10. Juli 2005 – 16. Oktober 2005

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern.

Der Kunstraum Alexander Bürkle setzte mit dem dritten Raumwechsel die Präsentation der Sammlung Rosskopf fort. Neben einer Bildserie von Rolf-Gunter Dienst, wurden in den Ausstellungsräumen Arbeiten von Elisabeth Vary sowie erstmals von Brigitte Stahl gezeigt.

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In seinem Gemäldezyklus mit dem Titel „Moby Dick“ setzt Rolf-Gunter Dienst (*1942) das in seinem Gesamtwerk herrschende Prinzip einer Selbstrepräsentation der Malerei weiter fort. Ohne Malerei um der Malerei willen zu betreiben, dient die Farbigkeit in der für Diensts’ Arbeiten charakteristischen Zeilenhaftigkeit als Funktion. Gerade weil alle Bilder strukturgleich sind – die Pastelltöne wurden in Variationen von Streifenformationen aufgetragen – entwickelt sich ein Reichtum an Möglichkeiten und Bedeutungen, die schließlich einer Aktivierung des ästhetischen Wahrnehmungsvermögens des Betrachters dienen.

Die Objekte von Elisabeth Vary (*1940) werden immer wieder als Grenzgänger zwischen Malerei und Objekt, als Bildobjekte bezeichnet. Die dreidimensionalen Farbträger aus Papier und Pappe zeichnen sich einerseits durch die Zusammenhänge von Farben, Bearbeitungsspuren, durch ihre Materialität aus. Andererseits benötigen sie zur Bildgenese den Körper, d.h. individuelle Formen und Flächen. Die zu Formationen installierten Teilstücke entwickeln im Verhältnis zur Wand eine eigene räumliche Ordnung, die dem Betrachter aber trotzdem vielfältige, bewusst nicht festgelegte Sehbezüge bieten.

Die Materialien, die Brigitte Stahl (*1964) für ihre Arbeiten verwendet, sind auf den ersten Blick banal. Papier, Pappe, Folien, Glas, Holz und Lacke in Ergänzung zu gefundenen Gegenständen dienen als Grundlagen für ihre Kompositionen, die die ursprünglichen Funktionen jener in den Hintergrund treten lassen, ohne sie zu verneinen. Nicht als objet trouvé oder Ready-made, sondern behutsam zerlegt oder umgestaltet, werden Spiegel, Spannplatten, Papiere, Holzstäbe, Klebestreifen zu Bildern, Objekten und Installationen, die eine andere, neue ästhetische Wahrnehmung der bis dahin unscheinbaren und unbedeutenden Dinge fordern.

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern.