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Kunstraum Alexander BürkleAusstellung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Raumwechsel 2

27. Februar 2005 – 26. Juni 2005

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern.

Mit Arbeiten von Joseph Egan, Marcia Hafif, Christopher Muller und Richard Tuttle wurde die Präsentation der „Sammlung Rosskopf“ bei Raumwechsel II fortgesetzt. Weiterhin spielte darin die medienspezifische Frage nach dem Bild, seiner Entstehung und Wahrnehmung eine zentrale Rolle.

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Die Malerin Marcia Hafif (*1928) gilt, neben Joseph Marioni oder Günter Umberg als eine der wichtigsten Vertreterin des so genannten Radical Painting. Seit Anfang der 1970er Jahre dient das gesamte künstlerische Werk der Amerikanerin einer grundlegenden Untersuchung der Malerei schlechthin, bei der der Bildentstehungsprozess eine weit reichende Aufgliederung erfährt. Im Bild werden dabei die Mittel der Malerei, d.h. die Verwendung der Materialien und der Akt des Malens einer Analyse unterzogen.

Im Gegensatz dazu scheinen die Arbeiten der beiden Amerikaner Joseph Egan (*1952) und Richard Tuttle (*1941) nichts entdecken zu wollen, das analytisch erklärbar wäre. Bei Egan setzt sich das Bild wie eine Bühne aus Trägern, Farben und manchmal in diesem Kontext zunächst fremd wirkenden Gegenständen zusammen, die gleichermaßen formale wie funktionale Motive darstellen. Auf Tuttles’ Serien auf Papier entwickelt sich eine subtile Spannung zwischen konzentrierten Farbformen und dem mehrheitlich weiß belassenen Papiergrund, bei der Anwesenheit und Abwesenheit miteinander korrespondieren. Bei beiden resultiert aus der Vielfalt von Materialien, Formen und Farben eine besondere Poesie des Bildes.

Auch wenn das Medium von Christopher Muller (*1966) nicht die Malerei ist, sondern die Fotografie, geht es auch in seiner Arbeit um eine Visualisierung von Bildentstehung und -betrachtung. Seine Stillleben vereinen Gegenstände der unterschiedlichsten Art aus unserem Alltag. Äußerliche Korrespondenzen von Farben oder Formen, die bei der alltäglichen Nutzung keine Rolle spielen, sind nicht nur für die formale Entstehung eines Bildes der Dinge von Bedeutung, sondern ermöglichen schließlich dem Betrachter eine andere Sicht auf die Dingwelt.

In Ergänzung zum <Raumwechsel II> wurde die Ausstellung <Frauen des Alten Amerika in Kult und Alltag> mit Werken aus der Sammlung Ulrich Hoffmann (Stuttgart) gezeigt, die einen umfassenden Überblick über altindianische Kulturen bietet. Diese Präsentation stellte den Auftakt einer Reihe mit dem Titel <Sammlungen zu Gast im Kunstraum Alexander Bürkle> dar, bei der in losen Abständen andere private Kunstsammlungen eingeladen wurden, um ihre ansonsten nicht zugänglichen Bestände der Öffentlichkeit zu zeigen.

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern.