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Kunstraum Alexander BürkleAusstellung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Raumwechsel 11

6. Juli 2008 – 21. September 2008

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für Jörg Bürkle bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014.

Mit dem 11. Raumwechsel setzten wir unsere Präsentation der Sammlungsbestände mit Arbeiten von Jörg Bürkle (*1961), Thomas Deyle (*1957), Christopher Muller (*1966) und Nikola Ukic (*1974) fort. Im unmittelbaren Dialog dazu waren mit Martina Klein (*1962) und Jan Imberi (*1973) zwei Positionen eingeladen, die sich in ihren künstlerischen Arbeiten in unterschiedlicher Form ebenfalls mit Fragen nach der Bildlichkeit und ihrer Wahrnehmung auseinandersetzen. 

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Jörg Bürkle aus Berlin fragt in seinen nur auf den ersten Blick monochrom wirkenden Gemälden, die sich aus einer Vielzahl unterschiedlicher Farbtöne aufbauen, nach den Parametern, die nicht-gegenständliche Malerei grundlegend bestimmen: Farbe und Fläche sowie ihr Verhältnis zueinander, das durch den Malprozeß entscheidend mitbestimmt wird. Bei dem in Köln lebenden Maler Thomas Deyle manifestiert sich die auf transparenten Acrylglasplatten aufgetragene Farbe als Licht. Durch die unzähligen dünnen Farbschichten und das annähernd durchsichtige Trägermaterial entsteht ein Bildraum, der als reiner Farbraum wahrgenommen werden kann. Nikola Ukic zeigte erstmals seine Arbeiten in Freiburg, deren Materialien äußerst ungewöhnlich sind und keine künstlerische Tradition haben. Seine Skulpturen aus Polyurethan beispielsweise sind Ergebnisse einer gleichermaßen von Zufall und Intention geprägten Auseinandersetzung mit dem Material und seinen besonderen Eigenschaften. Es entstehen Formen, die klassische bildhauerische Fragestellungen nach Oberfläche, Volumen und Raum neu ausformulieren. Christopher Muller zeigte zum ersten Mal überhaupt in einer Ausstellung Zeichnungen, die im Vorfeld für jede seiner fotografischen Arbeiten entstehen. Damit bereiten sie die Fotografien vor und offenbaren einen Schritt im Bildentstehungsprozeß, der, wie schon das von Muller bevorzugte Stilllebenmotiv, aus der Malerei bekannt ist. Gleichzeitig klingt auf diesen intimen, häufig nur skizzenhaften ausgeführten Blättern bereits die in den Fotoarbeiten formulierte Frage nach der Konstruktion des Sehens an. In Ergänzung dazu war Martina Klein, Malerin aus Düsseldorf, eingeladen, eine Installation mit großformatigen Gemälden zu realisieren. Ihre monochrome Malerei verweist immer auch auf den Raum, in dem sie präsentiert wird und thematisiert damit auf sehr subtile Weise die Frage nicht nur nach dem Bild im Raum, sondern auch dem Bildraum. Die Landschaft des Schwarzwaldes ist Ausgangspunkt für die Arbeiten von Jan Imberi, der sich mit der Frage nach der Konstruktion von Landschaft und ihren Bildern auf übergreifende wahrnehmungstheoretische Fragestellungen bezieht, die im Umgang mit Bildern immer von Bedeutung sind.

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für Jörg Bürkle bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014.