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Kunstraum Alexander BürkleAusstellung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Raumwechsel 1

17. Oktober 2004 – 13. Februar 2005

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für David Rabinowitch bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014.

Mit Arbeiten von Marc Angeli, Peter Tollens und Michael Venezia aus der Sammlung Rosskopf und einer eigens von Lori Hersberger für den Kunstraum Alexander Bürkle konzipierten Spiegel- und Lichtinstallation wurde die Ausstellung in den Räumen erstmals verändert. Dabei sollte mit der Ausstellung <RAUMWECHSEL I> der Überblick über verschiedene Konzeptionen der monochromen Farbmalerei, der sich die Sammlung Rosskopf verschrieben hat, weitergeführt werden.

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Marc Angeli (*1954) aus Belgien, dessen Arbeiten zum ersten Mal in Freiburg gezeigt wurden, untersucht die Bedingungen der Malerei als Vorgang. Bei seinen Bildträgern handelt es sich immer um individuelle Fundstücke aus Holz, die er in einer langwierigen Prozedur mit verschiedenen Materialien, wie Hasenleim, Öl oder Rotwein und schließlich intensiven Farbpigmenten „behandelt“. Der Entstehungsprozess des Bildes setzt sich darüber hinaus weiter fort, wenn die einzelnen Bestandteile des Bildes nicht nur anhaltend miteinander korrespondieren, sondern sich auch durch Unvorhersehbares, wie Risse an der Oberfläche, verändern.

Anfang der 1980er Jahre ersetzte der Amerikaner Michael Venezia (*1935) die Leinwand als Farbträger durch schmale Holzlatten. Nicht nur der sichtbar gebliebenen Farbauftrag und –verlauf, sondern vor allem die waagerechte Anordnung der Segmente ruft eine kontinuierliche Bewegung hervor. So entsteht aus der Präsenz von Grund und Farbe eine Malerei mit unmittelbarer plastischer Wirkung, die aber ebenso als zeitliches Phänomen im Raum begriffen werden kann.

Dauer prägt auch das Werk des Deutschen Peter Tollens (*1954), der in der Ausstellung mit einer Folge von Radierungen vertreten war. Aus einem kontinuierlichen Prozess der Arbeit mit der Kaltnadel entstehen auf dem Papier aus kurzen und gebündelten oder langen und breiten Linien gitterartige Strukturen. In der Abfolge wird bewusst keine endgültige Form gesucht, sondern von Blatt zu Blatt entwickelt sich aus Linien und Format ein übergreifender Rhythmus.

Schließlich realisierte Lori Hersberger (*1964) aus der Schweiz, die in jüngster Zeit auch erfolgreich Malerei als Medium verwendet, im Kunstraum Alexander Bürkle eine raumbezogenen Installation aus einem Zusammenspiel von Neonlicht und Spiegeln.

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für David Rabinowitch bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014.