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Kunstraum Alexander BürkleAusstellung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Malerei #011 - Ungegenständlich Heute!

19. Juni 2011 – 18. September 2011

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für Christian Frosch bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014.

Mit dem programmatisch gemeinten Titel Malerei #011 rückte nach einer längere Ausstellungspause nicht nur der Kern der Sammlung des Kunstraums Alexander Bürkle wieder in den Fokus, sondern die Schau stellte aktuelle Positionen ungegenständlicher Malerei vor und verstand sich damit auch als Beitrag zur laufenden Diskussion über die sogenannte „Neue Abstraktion“ in der Gegenwartskunst. Ausgehend von der Farbe und ihrer Materialität zeigten die fünf Positionen, wie vielseitig die Auseinandersetzung mit den Entstehungsbedingungen eines Bildes heute ist.

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Corey d’Augustines „Make up Paintings“ , die erstmals in einer deutschen Institution zu sehen waren, nehmen in ihrer Einfarbigkeit unmittelbar Bezug auf die Radikale Malerei. Im Vergleich zu deren konzeptuellen Umgang mit der Farbe, steht hier die ironisch anmutende Verwendung von herkömmlichen Lidschatten als Farbmaterial. 

Christian Froschs Arbeiten dienen ebenfalls der Erforschung von Malerei ansich. Die Beschaffenheit von Farbe, sei sie flüssig oder in einer Stiftform gebunden, ist Ausgangspunkt für sein künstlerisches Tun, das dem Charakter naturwissenschaftlicher Untersuchungen sehr nahe kommt: Was für ein Bild entsteht, wenn die Farbe in einem Plastikbecher umkippt und sich langsam auf einer Fläche ergießt?
In einem ähnlichen Spannungsfeld von Ordnungen und der nicht unbedingt kontrollierbaren materiellen Bedingungen von Farben auf der Fläche bewegen sich die großformatigen Arbeiten auf Papier von Maria Magdalena Z’Graggen, die sich durch ausdruckstarke Farben und bisweilen expressive Formen auszeichnen. Auch wenn sich die im Vergleich dazu sehr pastosen Arbeiten von Michael Toenges aus einer Vielzahl von Farbschichten und –tönen zusammensetzen, stehen dort ebenfalls das Ereignis des Malens und damit der prozesshafte Charakter dieser Malereiform im Mittelpunkt. Komplexe Form- und Farbstudien entwickelt Klaus-Martin Treder sowohl auf zweidimensionalen Flächen als auch in Rauminstallationen. In seinen Arbeiten wird genauso deutlich, dass der Glaube an das geschlossene Bild überholt und vielmehr die Fragen nach den Möglichkeiten eines Bildes im Zentrum abstrakter Tendenzen stehen.
Im Dialog dazu wurden Werke aus den Sammlungsbeständen wie z.B. von Ulrich Erben, Marcia Hafif, Christian F. Kintz, Martina Klein, Freya Richter, Phil Sims und Peter Tollens gezeigt.

Künstlerliste:
Corey d’Augustine (USA, *1977), Marc Angeli (B, *1954), Tom Benson, Rudolf de Crignis (CH, 1948-2006), Ulrich Erben (D, *1940), Christian Frosch (D, *1968), Marcia Hafif (USA, *1928), Christian F. Kintz (D, *1968), Freya Richter (D, *1976), Phil Sims (USA, *1940), Michael Toenges , *1952), Peter Tollens (D, *1954), Klaus- Martin Treder (D, *1961), Günter Umberg , *1942), Dieter Villinger (D, *1947), Peter Willen (CH, *1941), Maria Magdalena Z’Graggen (CH, *1958).

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für Christian Frosch bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014.