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Kunstraum Alexander BürkleAusstellung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

Eröffnungsausstellung

28. März 2004 – 8. Oktober 2004

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für Imi Knoebel, Adrian Schiess bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014.

Zur Eröffnung des Kunstraum Alexander Bürkle, einer neu errichteten Ausstellungsfläche von ca. 900 qm in Freiburg, die nun Werke aus der <Sammlung Rosskopf> präsentieren und interessierten Kunstfreunden zu öffentlichen Besuchszeiten vermitteln sollte, fand eine Ausstellung statt, die sich dem Kernthema der Sammlung widmete.
Die <Sammlung Rosskopf>, eine private Sammlung zeitgenössischer Kunst, die sich seit geraumer Zeit einer der wesentlichsten Fragen der Malerei der vergangenen Jahrzehnte verschrieben hatte: Was kann Malerei nach den Entwicklungen der Moderne sein, in der alle Grenzen der bildnerischen Darstellung ausgereizt erscheinen, nachdem die „letzten Bilder“ gemalt sind und dem viel zitierten „Ende der Malerei“?

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Die Ausstellung im Kunstraum Alexander Bürkle bot anhand ausgewählter namhafter Positionen, wie Phil Sims und Rudolf de Crignis, Alan Charlton und Max Cole einen repräsentativen Überblick radikaler monochromer Malerei, einer transatlantischen Richtung seit Beginn der 1980er Jahre. Ihre Pioniere, wie die Amerikanerin Marcia Hafif und der Deutsche Günter Umberg, beschrieben mit mehreren Arbeiten den Rahmen einer Präsentation, in der sich dem Besucher Farbmalerei in den unterschiedlichsten Facetten beispielhaft offenbarte. Entscheidend bleibt bei allen, dass es in der Konzentration auf malerische Mittel um die Malerei selbst geht und um das, was sich durch ihre elementaren Bestandteile im Bild manifestiert.

Dieser konzentrierte Sammlungshorizont wurde bewusst durch ein neues Interesse erweitert, in dem sich das radikal monochrome Bild dem Raum und der Realität öffnet. Vor dem Hintergrund einer Malerei, die nicht sekundäre Repräsentation sucht, sondern die direkte Erfahrung ermöglicht, erscheinen die <Flachen Arbeiten> von Adrian Schiess, genauso sinnstiftend wie die Wandarbeiten des Minimalkünstlers Donald Judd oder die hintereinander geschichteten Gemäldetafeln von Russel Maltz, die erstmals gezeigt wurden. In ihrer Wirkungsweise waren und sind alle wesentlich von dem gegebenen situativen Kontext und einem beweglichen Betrachter abhängig.

Zeitgleich fand eine Braun – Designausstellung statt.

Künstlerliste: Joachim Bandau, James Turrell, Max Cole, Rudolf de Crignis, Donald Judd, Michael Reisch, Phil Sims, Adrian Schiess, Elisabeth Vary, Günter Umberg, Imi Knoebel, Helmut Federle

© für die abgebildeten Werke liegt bei den Künstlerinnen und Künstlern. Für Imi Knoebel, Adrian Schiess bei VG Bild-Kunst, Bonn 2014.