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Kunstraum Alexander BürkleAusstellung

Adresse

Robert-Bunsen-Straße 5
79108 Freiburg

Di–Fr 11–17 Uhr 
So+Feiertags 11–17 Uhr

Eintritt frei

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25. Oktober 2015 – 6. März 2016

form folgt

 

Die Ausstellung „Form folgt“ im Kunstraum Alexander Bürkle fragt nach den Möglichkeiten der bildnerischen Gattung Skulptur und macht deutlich, dass es sich dabei keineswegs ausschließlich um dreidimensionale, körperhafte Kunstobjekte handeln muss, sondern im Sinne einer Auflösung eines deterministischen Kunstbegriffs für ihre Entstehung auch Techniken und Verfahren anderer Kunstgattungen, wie der Malerei, Zeichnung, Installation oder Fotografie eingesetzt werden.

Entgegen dem Designleitspruch „form follows function“ sind die in dieser Ausstellung versammelten Bildformen keiner Funktion dienlich, sondern entstehen offenkundig aus dem künstlerischen Umgang mit Material als eigener ästhetischer Kategorie. Spätestens nach 1945 haben Künstler die Form durch das Material geradezu attackiert, so dass die Form als variable Größe und Resultat von Materialeigenschaften betrachtet werden kann. Fast gleichzeitig wurde der Kanon kunstwürdiger Stoffe, der dafür Verwendung findet, gesprengt. Seitdem hat sich das Spektrum der Materialien in fast unüberschaubarer Weise erweitert. Die in der Ausstellung „form folgt“ versammelten Künstler und Künstlerinnen verarbeiten, neben den traditionellen Werkstoffen, Bronze, Stein und Holz, industriell gefertigte Materialien wie Karton, Beton, MDF, (Plexi)glas, Aluminium, Stoffe und Polyurethan. Häufig vorab noch nicht einmal als spezifische Formen geplant, entsprechen ihre Arbeiten keiner Funktion im herkömmlich-alltäglichen Sinne, sondern fügen sich in eine Geschichte des Bildes ein, die der Abstraktion von den physischen Dingen und ihrer Materialität folgt.

 

Mit Werken von:

Carl Andre, Dan Flavin, Erwin Heerich, Günther Holder, Donald Judd, Dieter Kiessling, Andrea Ostermeyer, Walter Schelenz, Paul Schwer, Nikola Ukic und Johanna von Monkiewitsch

Abb.: Johanna von Monkiewitsch, Nikola Ukic und Erwin Heerich© für Erwin Heerich bei VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Fotos: B. Strauss